8.1 Das Problem |
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Es kommt vor, dass ein Realweltphänomen in einem Datenmodell gleichzeitig als Entitätstyp und als Beziehungstyp benötigt wird. In diesem Fall wird in der grafischen Darstellung ein neues Element genutzt. |
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Das Beispiel hierzu stammt aus [Stickel 1991, S. 100]. Der betrachtete Weltausschnitt ist eine Theateragentur, die für beliebige Theater und Stücke Karten an ihre Kunden verkauft. |
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Die folgende Abbildung zeigt die Ausgangssituation. Auf der linken Seite wurde modelliert, dass Kunden für bestimmte Vorstellungen Karten kaufen. Dazu wurden die Entitätstypen Kunden und Vorstellungen angelegt, die durch einen Beziehungstyp Karten verknüpft sind. Dies ist durchaus folgerichtig. |
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Auf der rechten Seite wurden Theater, Stücke und ihre Beziehung modelliert. Dabei muss dann der Entitätstyp Theater mit dem Entitätstyp Stücke verknüpft werden. Aus der Sicht einer Theateragentur muss dies über die Vorstellungen erfolgen, da diese ja verkauft werden: Ein Stück (z.B. Faust I) wird in einem Theater (z.B. Stadttheater Konstanz) aufgeführt und für diese Vorstellung werden Karten verkauft. |
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Somit ergibt sich, dass Vorstellungen gleichzeitig als Entitäts- und Beziehungstyp benötigt werden. |
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Abbildung 8.1-1: |
Entitäts- oder Beziehungstyp? |
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8.2 Die Lösung |
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Ein weiteres theoretisches und grafisches Konstrukt löst dieses Problem. Es ist in der folgenden Abbildung angegeben. In der grafischen Notation werden das Rechteck des Entitätstyps und die Raute des Beziehungstyps übereinander gelegt. |
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Abbildung 8.2-1: |
Entitäts- und Beziehungstyp |
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